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Urlaub in Egmond

Donnerstag, 4. September 2008

Tag 6

Heute war unser letzter Tag in Egmond aan Zee. Naja, fast. Morgen früh geht es zurück nach Hause.

Heute morgen sind wir auf den Wochenmarkt gegangen und haben anschließend Souveniers für unsere Lieben gekauft. Ich habe für mich noch eine hübsche Teebox aus Holz gefunden und von Martin habe ich eine Möwe bekommen (leider keine Echte), die ich mir in die Wohnung hängen werde (was ich mit einer Echten natürlich nicht tun würde!).
Bei der Souvenier-jagd (bei der wir uns - vollbepackt bis oben hin - tatsächlich angestellt haben wie waschechte Touristen), stießen wir auf Glas-Öllampen und kamen auf die Idee, diese mit selbstgesammelten Muscheln und Meersand zu füllen und an unsere Lieben zu verschenken. Also haben wir uns drei Lampen gekauft und sind wenig später zum Strand aufgebrochen um Muscheln zu sammeln.

sammler
sammlerin

Ich musste mich daran erinnern, wie ich mir als Kind immer vorgestellt habe, am Strand Muscheln sammeln zu gehen. Das habe ich mir immer gewünscht, aber als Kind habe ich nie das Meer gesehen. Erst bei einem Ausflug mit meinem damaligen Ju-Jitsu-Verein habe ich das erste Mal das Meer gesehen und den fernen Horizont. Ich war glaube ich... 15? Oder etwas jünger? Seit dem sehne ich mich oftmals nach dem unendlichen Horizont und seiner Weite.

Naja, zurück zum Thema! Nachdem wir ungefähr zwei Stunden am Strand entlanggewandert sind und letztendlich mit einem dicken Rucksack voll Muscheln und Sand nach Hause kamen, gingen wir ans Werk, das Badezimmer zu verunstalten. Alles war voller Sand, aber letztendlich ist das draus geworden:

flaschen
Eine davon ist für meine Mama, und eine für mich. Martin hat ein etwas breiteres Exemplar gewählt, das schon verpackt ist für die Frau seines Bruders.
So habe ich das Meer vielleicht auch bei mir, wenn ich zu Hause an meinem Fenster sitze und auf die Straße blicke, statt wie hier auf die Nordsee.

Nachdem wir das Chaos beseitigt und soweit schon mal gepackt hatten, brachen wir auf, um noch ein paar Fotos zu machen und im Anschluss essen zu gehen.

kanone
dranker

Die Holländer sind übrigens total bescheuert. Ich kann mir echt nicht erklären, wie und warum dieser Weihnachtsbaum auf diesem Schild steht und warum er bei dem stetigen Sturm hier noch nicht weggeflogen ist:

tannenschild

Und eine Sache sieht man hier immer wieder: Fahrende Häuser! Schlimm ist, wenn man hinter einem herfahren muss weil das Überholen verboten ist...

Hin:

hiiiiin

und zurück:

zurueueueueueck

keine Ahung, woher die Traktoren die Häuser holen und wohin sie sie bringen!

Heute Abend waren wir in einem Restaurant direkt am Meer essen. Über den Tellerrand hinweg konnten wir die Wellen beobachten, die sich überschlugen, sowie ein paar Windsurfer und ein paar Wahnsinnige, die in der Kälte in die Fluten sprangen.

gucke

aussicht


So heißt es dann morgen Abschied nehmen von meiner geliebten Göttin... Es wird komisch sein, wieder in beengten Straßen zu leben in der großen Stadt. Ich war zwar nur sechs Tage hier, aber man kann sich dran gewöhnen die Freiheit und den Ursprung allen Lebens direkt vor der Haustür (oder vor der Terrassentür) zu haben.

Mittwoch, 3. September 2008

Tag 5

Die Nacht über hat es dermaßen gestürmt, dass ich kaum schlafen konnte. Heute Morgen war ich dann auch noch früh wach und dementsprechend total im Arsch, als der Wecker klingelte.
Nach langem Hin- und Her beschlossen Martin und ich nach dem Frühstück dann, uns noch n paar Minuten ins Bett zu legen und dann nach Amsterdam aufzubrechen.
Eigentlich wären wir am Liebsten im Bett geblieben, vor Allem ich, weil mein Kreislauf gar nicht mitspielte, aber wir wollten ja nach Amsterdam! Wir wollten zu Madame Toussaut und in zwei andere Museen. Gondolinenfahrt auf den Kanälen hätten wir uns so oder so sparen können, weil das Wetter nicht besonders toll war.

Also fuhren wir los. Wir haben uns nur ein Mal verfahren! Und endlich kamen wir in Amsterdam an. Wir fanden uns plötzlich mitten im Centrum wieder, die Straßen eng und voll, viele Menschen um einen herum, große Gebäude, total verwirrende Straßen. Nette Cafés und Sehenswürdigkeiten wohin das Auge reicht. Für uns, die wir aus der großen Stadt geflüchtet und an einem kleinen Touristenort am Meer gelandet sind, um die Seele baumeln zu lassen: Der Horror. Es war so laut und so voll, wir haben das Parkhaus nicht gefunden und sind letztendlich irgendwo an einem Parkplatz rausgekommen, zwei Kilometer von Madame Toussaut entfernt, an dem das Parken pro Stunde 3,60 Euro kostet.

Wir waren in Amsterdam. Ganze 30 Minuten vielleicht. Dann haben wir wieder die Flucht ergriffen, zurück in unser kleines beschauliches Örtchen, mit der Meeresluft und dem Sturm, der Einem die Haare bis ins Unermessliche zerzaust. Wir dachten: Wenn wir schon mal in der Nähe sind, müssen wir auch nach Amsterdam, aber so richtig Lust hatte keiner von Uns. Ich finde, Amsterdam ist ein schönes Ziel für eine Sightseeing-tour oder ein Städte-tour- Wochenende. Aber für zwischendurch neben unseren Seele-baumeln-lassen-Tagen, war das keine gute Idee.

Wieder zu Hause sind wir schnell noch einkaufen gegangen (schon mal ein paar Leckereien für zu Hause) und haben festgestellt, dass gerade Markt aufgebaut wurde. Wir haben uns also noch schnell was zu essen geholt und sind heim gegangen, haben dann noch eine Runde geschlafen und sind um halb Acht aufgebrochen zum Markt. Nach ein paar Einkäufen und mal wieder einem schönen Sonnenuntergang am stürmischen Meer sind wir dort essen gegangen, wo wir am ersten Abend essen waren. Es war mal wieder ein schöner Abend. Nur Fotos haben wir leider kaum welche gemacht...

sonnu
martinsonnu
wir1

Dienstag, 2. September 2008

Tag 4

Heute war ein verdammt fauler Tag. Den ganzen Tag schon regnet es in Strömen und der Wind peitscht ums Haus. Mehr als rumliegen, kuscheln und am Laptop sitzen war heute wirklich nicht drin. Dabei hätten wir uns so gern die Dünenlandschaft angeguckt.

Um kurz nach sechs trieb uns dann der Hunger aus unserer Höhle. Als wir raustraten war schon nach wenigen Metern klar, dass der Regenschirm sein Leben lassen würde, wenn wir ihn weiterhin aufspannen würden. Da hieß es also: Nasswerden.
Wir hatten uns vorgenommen, zu einer Snackbar zu gehen, die in der Nähe des Strandes ist, uns da etwas zu holen und dann gemütlich zu Hause zu essen. Blöd nur, dass die bereits zu hatte und alle anderen Läden, wo man essen zum Mitnehmen bekam, leider auch. Für ein Restaurant hatte ich nicht genug Geld eingepackt. Also überlegten wir uns, uns etwas beim Supermarkt zu holen. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir ein "Spezialitätenrestaurant" das auch liefert. Als wir reinkamen waren nur zwei Tische besetzt, an denen je zwei verirrte Touristen saßen. Bei dem Wetter sah man auch kein Schwein auf der Straße.
Wir haben uns also etwas bestellt und einpacken lassen. Für eine Pizza Hawai und Fallafel mit Gemüse, Fritten und Salat habe ich satte 17,50 Euro bezahlt! Und zu Hause kam dann die riesen Enttäuschung die ich schon geahnt hatte.
Ich habe selten einen so schlechten Imbiss gekannt! Martins Pizza Haway bestand aus einem dünnen, viel zu hellen Boden mit hellroter Soße drauf, vereinzelten Ananasstücken und Käse. Nicht mal Schinken war dabei.
Meine Fallafel sahen aus wie übergroße dunkelbraun-grüne Kaninchenköttel und das Gemüse schmeckte wie Pfannengemüse vom Lidl. Nur dass es viel unappetitlicher aussah. Die Pommes waren weich wie Gummi und der Salat.. Naja: Tüte auf, Salat raus, fertig.
Einfach nur grottenschlecht. Ich habe es eigentlich nur aus purem Stolz fertig gebracht, es zur Hälfte runter zu würgen. Am liebsten hätte ich die Styroporschale genommen und sie dem Araber da ins Gesicht geklatscht und wäre mit dem Geld zum Supermarkt gegangen. Aber wir waren ja leider schon zu Hause. So aß Martin seine Farbstoff-Pizza mit extra wenig Belag und ich die Hälfte meines Kaninchen-köttel-Gemüsepfannen-Gerichts. Ich war totunglücklich und bin es noch jetzt. Da lade ich meinen Schatz ein, bezahle relativ viel Geld und erhalte dafür Pappe mit Geschmacksverstärkern. So ein Scheiß... Und damit es niemandem auch so ergeht wie mir:

Sollte jemand von euch mal nach EGMOND AAN ZEE fahren und Hunger bekommen, geht auf gar keinen Fall zu "TOETANCHAMON" in der VOORSTRAAT 122!

Ich versuche mich jetzt nicht schwarz zu ärgern und gucke, dass ich das bei Gelegenheit wieder gut mache. Und wenn ich für 17 Euro einkaufen gehe und selbst koche. :/ *unglücklich bin*

Damit beschließe ich den Tag so, wie ich ihn angefangen habe: Mit herumliegen, lesen und endlosen Kuschelphasen mit meinem geliebten Schatz.

Und ich hoffe, dass es morgen wieder Fotos gibt! Denn morgen fahren wir nach Amsterdam!

Montag, 1. September 2008

Tag 3

Gestern Abend saßen wir bis spät nachts an unseren Laptops und haben gegeneinander onlinespiele gespielt. Insgesamt war es ein richtig schöner Abend. Heute morgen habe ich uns dann ein richtig schönes Frühstück gemacht, mit O-saft, Kaffee, warmen Brötchen, Obstsalat und so weiter. Heute morgen war ich richtig fasziniert von der See, die sich geradezu überschlug bei dem stürmischen Wetter. Daher wollte ich nach dem Frühstück auch gleich runter an den Strand.strand

um ans Wasser zu kommen mussten wir erst mal die Laachen überspringen, die sich durch den Sturm gebildet haben.
spring

Nach einer kleinen Shoppingtour durchs Centrum (bei der ich ein unheimlich schönes Bathik-kleid gefunden habe), waren wir dann etwas essen. Ich hatte mich die ganze Zeit schon auf "Pannekoeken" gefreut, und als ich sah, dass man in diesem Café/Restaurant welche bekam, habe ich mich total gefreut! Ich habe mir dann "Pannekoeken met hemengden Früchten" bestellt. Also Pfannkuchen mit gemischten Früchten. Der Pfannkuchen war riesig und darauf war eine schmale Spur Dosen-Cocktail-Früchte. Ich war etwas enttäuscht. Und geschmeckt hat der Pfannkuchen irgendwie auch nicht. :( Der war mehr salzig und keineswegs süß. Meine Illusion himmlischer Pfannkuchen in Holland ist damit erst mal zerstört...

Als wir nach Hause kamen ließ die frische Seeluft und das stetige Heulen des Windes uns mal wieder in einen tiefen Schlaf fallen. Als ich um halb Acht wach wurde und mir erst mal einen Tee machte, musste ich feststellen, dass wir vielleicht doch noch das Glück haben würden, einen Sonnenuntergang fotografieren zu können (vorgestern hatte ich ja leider keine Kamera bei :/ ). Ich hab also Martin aus dem Bett geschmissen und wir sind kurzerhand noch mal zu Strand aufgebrochen. Wir waren etwas spät dran und ein paar Wolken waren doch am Himmel, aber es hat immerhin für ein paar Fotos gereicht:

sunrise

daemmerung

mono

Dies ist übrigens der Leuchtturm, der über die Küste wacht:

leuchtturm-

Wir lassen den Abend noch gemütlich ausklingen. Mal sehen, wie morgen das Wetter wird, wir haben noch lange nicht alles gesehen. Andererseits ist es auch einfach schön, einmal richtig zu faulenzen!

Zu guter Letzt, eine Preisfrage: Was ist das:

heulboje

Sonntag, 31. August 2008

Tag eins und zwei

Gestren sind wir angekommen. Die Fahrt war recht unspektakulär, bis auf die Sache, dass mitten auf der Autobahn plötzlich ein Flugzeug so dicht über uns hinweggeflogen ist, dass der Boden regelrecht gebebt hat! Ich habe mich aufgeregt, dass da nirgendwo ein Schild stand mit so nem Flugzeug als Warnung! Neben der Autobahn war wohl die Landefläche. Jedenfalls haben mir die Düsen kurz über der Windschutzscheibe einen höllischen Schrecken eingejagt!

Angekommen in unserem Appartment war ich erst mal ziemlich positiv überrascht. Das Appartment ist im Ikea-Stil modern eingerichtet und total gemütlich!
Wir sind dann später an den Strand gegangen und haben uns einen wundervollen Sonnenuntergang angesehen. Leider hatte ich meinen Fotoapperat nicht mit... *grummel* Danach sind wir im Centrum, das ungefähr 200 Meter vom Strand entfernt liegt in einem hübschen kleinen Restaurant zu Abend gegessen. Ich hatte warmen Ziegenkäse auf Salat mit Früchten und einem Honigdressing, Martin hat sich Lachssteak bestellt. Mit freude habe ich diesen Lachs probiert und ich muss sagen, man hat wirklich das Meer daraus geschmeckt!

Als ich morgens in diesem großen fremden Bett aufwachte, wusste ich erst mal gar nicht, wo ich bin! Könnte auch daran gelegen haben, dass ich die ganze Zeit geträumt habe, dass wir in Polen wäre oder auf Mallorca. Um sechs Uhr wurde ich wach und konnte die Sonne langsam hinter den Hügeln aufgehen sehen, wärend sich der Himmel rot färbte. Vorne raus, von der Terrasse aus (auf der ich gerade sitze) blicken wir aufs Meer, hinten raus auf die Hügellandschaft.

Heute war es noch mal so warm, dass wir den halben Tag am Strand gelegen haben. Mehr als rumliegen, das Meeresrauschen genießen und ein Buch lesen (und ab und zu mal in das kalte Wasser hüpfen) war da eh nicht. Bis auf einen Schwarm schwarzer Fliegen, der plötzlich über den Strand herfiel! Ganz plötzlich war alles voll! Die Fiecher klebten überall am Körper, am Sonnenschirm, auf der Decke, überall sah mal Leute, die nach den Viechern geschlagen haben (ich war ja so froh, dass die Dinger nicht gestochen haben!!!). Ich bin dann ins Wasser geflüchtet und irgendwann, nach Minutemlangen Schlagen mit T-shirts und Handtüchern, war es dann vorbei und ich durfte mein Buch weiterlesen! Dass ich das Lesezeichen verloren habe war noch nicht mal so schlimm, da eine zerquetschte Fliege die Stelle markirt hat, bei der ich aufgehört habe...

Heute Abend hat es sich zugezogen. Das schöne Wetter scheint vorbei zu sein... Aber es liegen noch entspannte 5 Tage vor uns. Zu wenig Zeit.

treppe

teich

baywatch
Martin musste den Sonnenschirm retten gehen, nachdem eine Windböe (wird das so geschrieben?) ihn uns geklaut hatte!

wir
logo

Wolkenbruch

Glut in der Seele ist besser als unter den Füßen!

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