Studium und Zukunft
Wow, endlich komme ich mal dazu, zu schreiben! Ich war am Samtag in Nijmegen und habe es noch gar nicht geschafft, irgendwem davon zu berichten, außer meiner Mutter gestern kurz über handy.
Es war toll! Wir sind nur ein bisschen zu spät losgefahren und haben den ersten Vortrag verpasst. Aber den Vortrag über Psychologie habe ich dann eingehend verfolgt. Und jetzt bin ich noch motivierter als vorher. Diese Motivation brauche ich wirklich, vor Allem wenn ich daran denke, dass ich bis zum Sommer 2800Euro zusammengekratzt haben muss. Der Sprachkurs kostet mich 1200 und ich muss die Studiengebühren im Sommer überwiesen haben, damit ich immatrikuliert werde. Wenn ich überhaupt einen Platz bekomme, das kommt ja noch dazu. Aber daran mag ich jetzt grade gar net zweifeln. Und wenn nicht in Nijmegen, dann in Maastricht oder Tilburg.
Ich versuche also momentan alle vorhandenen Kräfte zu aktivieren um schnell Niederländisch zu lernen und auch um viel zu arbeiten. Und nach möglichkeit wenig auszugeben! :)
Wenn also alles so läuft, wie ich es mir vorstelle oder vorgenommen habe, bin ich im Sommer in Nijmegen. Nur noch ein halbes Jahr.
Ich überlege mir aber ernsthaft, ob ich etwas an meiner Jobsituation ändern soll. Im Praktiker verdien ich nur noch die Hälfte, also muss ich noch mehr arbeiten, um im Alex auf mein Geld zu kommen, was schwierig ist, ersten: durch den Studenlohn und zweitens: weil sehr wenig los ist momentan. Und wenn nichts los ist, kann ich nicht arbeiten. Hmm... mal sehen.
Heute hab ich jedenfalls frei, auch wenn ich lieber gearbeitet hätte. Aber ist halt zu wenig los. Andererseits brauch ich das heute auch echt mal. Die letzten Tage waren echt anstrengend.
Phonixfeuerseele - 4. Nov, 09:31
(ich bin mir nicht sicher, ob das richtig geschrieben ist...)
Gestern hatte ich das erste Mal meinen Holländischkurs. Entgegen meinerr Befürchtungen bin ich direkt gut mitgekommen und die Dozentin hat das wichtigste von der Stunde davor nochmal wiederholt. Ich habe schon ein paar Sätze gelernt! :) Hoffe, dass ich mich jetzt auch ranhalte und in dem Kurs wirklich was lerne!
Ansonsten Arbeit wie immer. Da ich im Alex momentan immer nur auf sehr wenige Stunden komme, werde ich wohl Sonntag doch arbeiten. Das wäre dann mal wieder ne Woche durchgearbeitet, aber wie heißt es so schön: Ich bin jung und brauche...
Urlaub! Da hätte ich Lust zu! :) Bin zwar grad aus meinem wieder da, aber der war eh viel zu kurz...
Martin will mich übrigens mal nach Neuseeland entführen. Er meint, irgendwann nimmt er mich mit und dann fliegen wir zusammen nach Neuseeland. Hmmm...
Phonixfeuerseele - 16. Sep, 20:37
Meine Woche verlief eigentlich so wie die meisten Wochen vor dem Urlaub. Viel Arbeit. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich mir ganz bewusst den Sonntag frei genommen habe (obwohl ich da das meiste Geld verdiene). Sonst sehe ich Martin nämlich gar nicht mehr :/ Der schreibt jetzt seine letzten Prüfungen vor der Diplomarbeit und richtet sich nebenbei in seiner neuen Wohnung ein und geht nebenbei auch noch arbeiten. Und so haben wir dann den Sonntag zusammen. Wenigstens etwas.
Ich habe ja immer noch die Idee, in den Niederlanden zu studieren. Dafür brauche ich ja dieses Staatsexamen NT2 II. Und um mich schon mal darauf vorzubereiten, habe ich mir überlegt, hier in Deutschland schon mal mit dem Niederländischlernen anzufangen und nicht erst in Holland an der Uni.
Blöd nur, dass in der VHS alle Anfängerkurse (ausnahmslos!) ausgebucht waren! Mir wurde geraten, mich auf die Warteliste setzen zu lassen und zu hoffen, dass bei dem großen Andrang ein Zusatzkurs eingerichtet wird. Ansonsten müsse ich wohl bis Februar warten... Das witzige ist, dass in einem der Kurse ein Teilnehmer abgesprungen ist und ich den Platz angeboten bekommen habe. So fange ich also nächste Woche an, Niederländisch zu lernen. Ist zwar eine Woche zu spät, da der Kurs letzten Montag schon angefangen hat, aber was solls, er geht ja drei Monate. Und meine Lehrbücher habe ich auch schon! :)
Phonixfeuerseele - 13. Sep, 22:31
Gestern Abend hatte ich Spätschicht im Alex. Seit Langem mal wieder. Seit ich da einmal kollabiert bin, hab ich da einbisschen Angst vor.
Vor Allem war es schrecklich, weil gestern mein erster Tag nach dem Urlaub war. Ich war so neben mir, dass ich ständig die Hälfte vergessen habe. Später ging es dann besser, die Gäste waren angenehm, es war nicht ganz so viel los, so dass alles relativ relaxed zuging. Habe dann aber dennoch etwas früher frei gekriegt und bin dann mit schmerzenden Beinen und nem schönen Trinkgeld in der Tasche nach Hause gehumpelt. Wenn man fast zwei Wochen auf der faulen Haut gelegen hat, sind die Beine nicht mehr an die Rennerei gewöhnt. :) Jedenfalls hat es Spaß gemacht und ich werd' wohl mal öfter wieder Spätschicht machen. Verdien ich mehr bei :)
Ich habe meiner Mama gestern meinen neusten Entschluss mitgeteilt: "Mama, ich studiere in Holland!" Meine Mutter bekam daraufhin mal wieder unerklärlicherweise eine verstopfte Nase.^^ Jaja, Mütter. Ist ja noch gar nichts fest! Bis auf die Idee, die sich in meinem Kopf festgesetzt hat und mich momentan total begeistert. Ich freu mich richtig. Auch wenn es so aussieht, als ob ich erst nächstes Jahr im September anfangen könnte *grummel* Aber um die Zeit zu überbrücken wollte ich einen Sprachkurs machen, den ich ja eh brauche.
Irgendwie bin ich richtig beflügelt. Als ich nach dem Urlaub wieder nach Hause kam, war es fast so, als würde mich irgendetwas stundenlang in den Hintern treten. Ich habe gemerkt, dass jetzt was passieren muss. Und jetzt habe ich wieder so was wie eine Perspektive! Ich habe das Gefühl, dass es langsam aber sicher weitergeht... Und das macht die Jobs in ALEX und Praktiker viel weniger unerträglich, weil ich ja weiß, wofür ichs mache!
Nächstes Jahr fange ich an zu studieren. Und wenn ich mein Innerstes nach Außen kehren muss!
Phonixfeuerseele - 9. Sep, 10:43
Heute habe ich mich mal schlau gemacht, was es heißt, in Holland zu studieren. Ich muss sagen, dass das eigentlich ganz lukrativ ist. Vor Allem, weil ich solche Sachen wie Psychologie ohne NC-Barriere studieren könnte. An einer Universität habe ich auch einen interssanten studiengang gefunden, der sich "Kreative Therapie" nennt. Er verbindet meine beiden Möglichkeiten miteinander: Kreativität und Therapie. Aber was ich natürlich auch interessant fand, war die Möglichkeit Ergotherapie zu studieren.
Das Einzige was ich machen müsste, wäre Niederländisch lernen. Das ist Vorraussetzung. Finde ich auch gut so.
Dass ich dafür umziehen müsste, würde ich in Kauf nehmen. Ohnehin hat der Urlaub mir eine Sache nahegelegt:
Als ich wieder nach Hause kam, hatte ich irgendwei nicht dieses alte, vertraute Gefühl. Ich kam in meine Wohnung, aber es hat sich nicht so sehr nach Zuhause angefühlt, wie ich es gedacht hätte. Eigentlich wollte ich ja in Köln bleiben, weil ich gesagt hatte, dass ich diese Wohnung liebe, dass ich mich hier zu Hause fühle und ich meine Lieben nicht verlassen will. Seit ich allerdings wieder hier bin, drängt es mich danach, woanders hin zu kommen. In Holland am Meer habe ich einfach gemerkt, dass ein anderer Ort andere Eindrücke vermittelt, einem ein anderes Gefühl gibt. Es fühlte sich einfach anders an, in diesem Appartment in Egmond, und so änderten sich auch meine Verhaltensweisen und mein Tagesablauf. Als ich wieder in meiner Wohnung ankam, waren alle Alten Sachen wieder da. Inklusive die Gewohnheit, zwei Jobs zu haben, die scheiße sind, und momentan im Leben nicht weiter zu kommen. Und plötzlich war da nichts vertrautes mehr. Ich will etwas neues. Ich will einen Neuanfang, an dem ich auch wirklich anfange.
Und vielleicht wäre es ganz gut, in einem neuen Ort einen neuen Weg einzuschlagen.
Ich werde mich auf jeden Fall weiter erkundigen. Wenn ich wirklich erst zum nächsten Wintersemester anfangen kann zu studieren, werde ich die Zeit mit einem Niederländischkurs überbrücken. Selbst wenn es mich nicht nach Holland verschlägt, es kann ja nicht schaden, eine neue Sprache zu lernen und seinen Horizont zu erweitern! :)
Phonixfeuerseele - 7. Sep, 23:07
Heute sind wir zurückgefahren. Ich wäre gern noch ein paar Tage länger geblieben, auch wenn das Wetter schlecht war. Mir graut es jetzt schon davor, am Montag wieder arbeiten zu müssen.
Diese Nacht schlafe ich allein. Martin schreibt morgen seine Prüfung und hat heute Abend noch FH, von daher hätte es sich nicht wirklich gelohnt, bei ihm zu bleiben. Morgen holt er mich dann ab und wir fahren erst zu meinen, dann zu seinen Eltern.
Ich habe mich eben mal erkundigt, wo man in der Nähe die Ausbildung zur Ergotherapeutin machen könnte und habe einen Schrecken bekommen, als ich sah, dass alle Schulen im Umkreis Schulgeld verlangen, und gar nicht wenig! Ich frage mich, ob es für mich überhaupt möglich wäre, so eine Ausbildung zu machen. Immerhin kostet das Schulgeld monatlich mehr als meine Miete und die Ausbildung ist vollzeit. Da bliebe nicht mal Zeit zum Arbeiten gehen. Was das Bafög angeht, hätte ich ein bisschen Angst, dass die von meinen Eltern verlangen, dass sie für mich aufkommen. Das hat das Unterhaltsamt damals schon gemacht und von meien Eltern verlangt, mir meine Lebenshaltungskosten komplett zu zahlen und das konnten die gar nicht.
Langsam aber sicher verliere ich völlig die Motivation. Kann es nicht irgendwas geben, wo ich kein Schulgeld zahlen muss und wo ich nicht abgelehnt werde? Oder wo ich kein monatelanges Praktikum brauche??!! Das kann doch echt nicht wahr sein, was ist das für ein Scheiß, dass Bildung immer mit irgendwelchen Barrieren verbunden sein muss, denen man sich als junger (mittelloser) Mensch hilflos gegenüber sieht? Das ist einfach unfair. Ich fühle mich dafür bestraft, dass ich nicht die Möglichkeit hatte, bei meinen Eltern zu wohnen bis meine Ausbildung oder mein Studium abgeschlossen ist. So ein Bullshit.
Da sind sie dann wieder, die lieben Probleme, die scheiß Arbeit, das verdammte Geld. Ich bin nicht mal sechs Stunden aus dem Urlaub wieder da und schon dreht sich mein ganzes Dasein wieder darum, dass ich nicht weiß, wolang. Ich weiß nur, dass ich diesen Job im Alex nicht mehr lange machen möchte, weil ich sonst irgendwann Ammok laufe weil irgendein Schichtleiter oder mein Chef mich behandelt wie eine billige, dumme Arbeitskraft. Das muss echt aufhören.
Als ich heute nach Hause kam, war ich echt kurz davor im Alex anzurufen und denen zu verkünden, dass sie mir den Buckel runter rutschen können. Stattdessen rief ich an und ließ mich zum Arbeiten eintragen. Spätschicht, obwohl ich nicht will aber unter Druck gesetzt werde, einen Tag mehr, obwohl ich da eigentlich frei haben will, weil mein Chef mir sonst endgültig auf die Füße treten wird.
Ich will wieder zurück an den Strand.
Phonixfeuerseele - 5. Sep, 20:42
Mittwoch, das heißt die halbe Woche ist schon rum!
Nur noch ein mal ins Alex und ein Mal in den Praktiker, dann ist es geschafft! :)
Heute war ich auch wieder im Alex. Der Höhepunkt des Tages war mal wieder ein Punkt totaler Hilflosigkeit, an dem ich wieder mal den Gedanken hegte, mir eine andere Stelle zu suchen. Göttin was war ich wirklich abgefuckt! Mir von einem meiner Kollegen anhören zu müssen, dass ich schlechten Service machen würde und Gäste sich über mich beschwert haben und ich deshalb ständig Theke machen muss. Ist ja nett, zu sagen, dass ich das gut kann, aber dabei verdiene ich zu wenig Geld. Und mir das von jemandem anhören zu müssen, der selbst schon einige Gästebeschwerden eingeheimst hat, hat mich wirklich wütend gemacht.
Vor allem würde ich gerne wissen, wer sich über mich beschwert hat. An einen erinnere ich mich. Ein arrogantes Arschloch das mich angeblafft hat, ob wir denn auch saubere Schüsseln hätten, weil diese ja alle total versifft wären. Aber der Rest? Würde mich wirklich mal interessieren, denn ich persönlich bin der Meinung, dass ich sehr gut mit den Gästen umgehen kann. Wenn ich das jetzt einfach mal von mir behaupten darf. Ich bin vielleicht nicht ganz so schnell und so ausdauernd wie manche meiner Kollegen, aber in erster Linie versuche ich immer meine Gäste zufrieden zu stellen. Im ersten Moment kam mir wirklich nur der Gedanke, dass er sich da was aus den Fingern saugt. Leider kommt es in diesem Laden sehr oft vor, dass man ausgenutzt, verarscht und um sein Geld betrogen wird.
Der Grund, warum ich mir keinen anderen Job suche ist eigentlich der, dass ich nicht nach Jobs sondern nach einer Perspektive suchen will. Die Jobs dienen mir nur dazu, meine Lebenskosten tragen zu können.
Apropos Perspektive: nach meinem Urlaub habe ich einen Termin in einer ergotherapeutischen Praxis. Ich bin ja mitlerweile so weit, sagen zu können, dass ich entweder etwas Therapeutisches oder aber etwas künstlerisches, sprich Design oder Ähnliches machen möchte. Ist ja immerhin schon mal etwas. Und Ergotherapie umfasst beide Seiten, da in der Ausbildung unheimlich viel kreativ gearbeitet wird. Es wäre ein schönes Ziel, seine eigenen kreativen Fähigkeiten zu entwickeln um dann mit hilfebedürftigen Menschen diese Dinge zu teilen.
Ich habe diesen Besuch auf nach den Urlaub verschoben, da ich im Urlaub erst mal nen klaren Kopf bekommen möchte. Naja, eigentlich will ich erst mal alles abschalten, was irgendwie mit meiner beruflichen Zukunft zu tun hat.
Übrigens soll es zum Wochenende hin wieder sommerlich schön werden! Manchmal fragt man sich doch wirklich, ob die Götter es gut mit einem meinen.
Die Versorgung meiner Lieblinge ist auch schon gewährleistet. Sie laufen ja eh frei in der Wohnung rum, müssen aber logischerweise alle zwei drei Tage gefüttert werden. Und der Käfig ist leider auch nicht selbstreinigend. Aber das übernimmt meine Schwiegermama in Spe. :)
Und das ist eines von den Schatzies:
Gehe jetzt lesen, gute Nacht!
Phonixfeuerseele - 27. Aug, 21:25
Guten morgen! Heute habe ich frei. Habe ich mir freigenommen, da ich heute abend mit meinen Mädels auf eine Schaumparty gehe. Wann gehe ich mal feiern? Nie! Mal sehen, wie es wird.
Martin ist diese Nacht nach Polen gefahren mit seinem Bruder. Sie fahren zu so einem Gotscha-Treffen, bei dem Männer in Militärklamotten mit Waffen Farbkugeln aufeinander abschießen. Sowas wie "Kriegsspiele für Erwachsene". Ihn sehe ich dann bis Samstag nächste Woche nicht wieder. :( Aber er hat mir doch tatsächlich die Autoschlüssel da gelassen! Das heißt ich könnte rein theoretisch nach Porz fahren, mir den Wagen schnappen und lustig damit fahren. Weiß aber noch nicht, ob ich das mache, bin ja offiziell nicht versichert.
Heute morgen setzte irgendwas in mir aus und ich hatte das dringende Bedürfnis, bei dem Restaurierer anzurufen, bei dem ich damals mal war, weil ich Restaurierung studieren wollte. Er sprach damals von einer Schreinerausbildung, die ich für mich direkt abgeschrieben hatte, da ich nie eine Ausbildung machen wollte. Aber diese Schreinerausbildung geht mir bis heute nicht aus dem Kopf. Also habe ich tatsächlich eben da angerufen. Mit zitternden Händen und zitternder Stimme. Er bildet nicht mehr aus. Aber er hört sich um, ob er jemanden findet, der mich anständig ausbilden könnte.
Ich stehe gerade irgendwie neben mir. Sollte es das tatsächlich sein? Ich hatte mir schon oft ausgemalt, wie es wäre, später mal eine eigene kleine Werkstatt zu haben, als Möbeldisignerin oder als Innenarchitektin zu arbeiten. Ein Studium würde ich so oder so dranhängen.
*uff* ich bin grad irgendwie ziemlich neben der Spur. Mal sehen, was da noch kommt.
Phonixfeuerseele - 8. Aug, 10:37
Mitte der Woche.
Wow, wie schnell es doch geht!
Heute war ich mal wieder im Praktiker arbeiten. War okey. Nebenbei schwebte ich inUrlaubsgedanken, die in meinem Kopf Bilder formten, wie ich in einer bequemen Liege liege, die Beine hochgelegt, einen Strohhut auf dem Kopf, und verträumt der stürmischen See entgegenblicke. Natürlich hielt diese Phantasie mal wieder nur so lange an, bis der nächste Kunde mich mit seinen Prozent-Problemchen belästigte. "Warum gibt es hierdrauf keine Prozente?" "Wann haben sie wieder zwanzig-Prozent-Aktion?" Oder: "Auf dem Schild stand aber 2,79Euro und nicht 3,09Euro!!!!!!!"
Ich denke, ich werde dieses Jahr doch noch eine Woche nach Holland ans Meer fahren mit meinem Geliebten. Es muss einfach sein. Ich sehne mich so sehr danach, endlich mal runter zu kommen und abzuschalten. Vielleicht hilft mir das ja auch, mir über manche Dinge klar zu werden, zum Beispiel, wie es mit mir weiter geht.,
Ich denke so oft darüber nach, ja, sehe mich ständig vor meinem geliehenen Laptop sitzen und stundenlang Nachforschungen anstellen, was mir für Möglichkeiten offen stehen. Sehe mich motiviert alles daran setzen, endlich weiter zu kommen, endlich zu werden, was ich einmal sein will. Doch dann schlägt es mich ständig wieder in die Realität und statt Motivation spüre ich nur eine unendlich schleppende Leere, die mich eiskalt packt und mir die Kehle zuschnürt. Und es wechseln sich Bilder ab, in denen ich zum Einen zur erfolgreichen Frau herangereift bin, die genug Geld verdient, sodass sie ihre Bedürfnisse leben und einer Familie eine Basis bieten kann, und zum anderen Solche, in denen ich mit dreißig immernoch da stehe, wo ich jetzt stehe. Vielleicht etwas älter. Mit mehr Falten im Gesicht und etwas kaputteren Gelenken von der Scheiß Plackerei, aber im Grunde kein bisschen weiter.
Ich träume sooft von meinen Möglichkeiten, mich weiter zu bilden, von beruflicher Selbstständigkeit. Ich träume davon, vielleicht irgendwann mit meinem Herz und meinem Geist das Geld verdienen zu können. Vielleicht als Kunsttherapeutin, vielleicht als Designerin. Am Liebsten gleich Beides.
Doch jedes mal schleicht sich wieder diese Kälte unter meine Haut und lässt mich erstarren. Diese Angst, so zu enden wie so viele meiner Familie vor mir, lässt mich einfach nicht los. Und dass ich die meiste Zeit nur Jammer und dieser Angst hinterherhänge, enttäuscht mich noch mehr als die Tatsache, dass ich bis jetzt noch nicht die Möglichkeit bekommen habe, einen Weg einzuschlagen.
Soll ich mich ewig und jeden verdammten Tag mit diesen Sorgen auseinandersetzen? Wann schaffe ich es endlich, mir mal gehörig in den Arsch zu treten?
Phonixfeuerseele - 23. Jul, 22:35
Jap. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
Nachdem ich gestern die Absage von der Uni erhalten habe, habe ich mich still und heimlich in eine Ecke gesetzt und darauf gewartet, dass die Stille mich verschluckt. Ist nicht passiert. Ich habe dann ne SMS an meinen kleinen Freundeskreis gesendet, dass ich mal wieder als "ungeeignet" abgestempelt worden bin und man mich jetzt bitte nicht anrufen möge. Ich wollte jetzt nicht reden. Ich wollte nur dasitzen und die Zeit an mir vorbeiziehen lassen. Ich habe auch kaum etwas gefühlt in diesem Moment. Da war nur Leere. Ganz tief unten verbarg sich noch eine ziemlich dicke Wut, das habe ich gemerkt. Die wollte zu dem Zeitpunkt aber noch nicht rauskommen. Und Traurigkeit natürlich.
Trotz meiner Aufforderung, mich in meinem Selbstmitleid doch bitte einen Moment allein zu lassen, kam dann doch Martin vorbei. Ich hatte es ja irgendwie doch gehofft. Als er dann da war bin ich mit der Zeit auch etwas aufgetaut. Und irgendwann kam dann auch der Drang, Teller und Tassen an die Wand zu schmeißen. Ich bin wirklich froh, dass Martin noch gekommen ist. Sonst hätte ich jetzt kein Geschirr mehr.
Heute morgen habe ich dann meine Mappe bei der Uni abgeholt. Ich war so froh, als ich wieder von diesem Campus runter war. Ich habe mich so scheiße gefühlt beim Anblick dieser ganzen Studenten, die im Institut ein und ausgingen. Sie waren ja anscheinend geeignet genug. Ich war es nicht, also gehörte ich nicht dazu. Deswegen wollte ich so schnell wie möglich wieder nach Hause. Als ich allerdings nach Hause kam, wollte ich am liebsten schnell wieder raus: Zu allem Überfluss habe ich in meinem Schlaf/Wohnzimmer jetzt auch noch eine *räusper* kleine Plage an der Decke. Ausgerechnet die Viecher, die ich am wenigsten Ausstehen kann. Besser gesagt fange ich schon an zu heulen und hysterisch zu werden, wenn ich die Viecher aus fünf Meter Entfernung sehe *schüttel*. Daraus sollen wohl mal Fliegen werden. Hallo? Warum aber in meinem Schlafzimmer? *schüttel* Dass ich vor Ekel noch keinen Ausschlag bekommen habe, wundert mich.
Zum Glück kommt heute Abend mein Retter (so wie gestern auch) und rettet mich. Hoffentlich. Ich kann die Dinger nämlich nicht wegmachen, ohne allein vor Ekel tot umzufallen. *schüttel*
das ist bestimmt die Strafe dafür, dass ich so viele fliegen umgebracht habe...
Wie war das? wenn es kommt, dann kommt es dicke? Ja super. Ich bin begeistert. Und als ob das alles nicht schon genug wäre, muss ich heute auch noch im Praktiker arbeiten. Wenn ich Glück habe, habe ich heute wieder ganz viele stinkende, ekelhafte, schlecht gelaunte Kunden, die mich für das Übel der Welt komplett allein verantwortlich machen... Und da soll man dann noch nett und freundlich bleiben? Vor Allem, wenn es einem sowieso schon scheiße geht? Soll mal so einer an meine Kasse kommen, ich pack mir schon mal ein paar Teller ein.
Phonixfeuerseele - 10. Jul, 13:24